ingo
Wortmarke, Schrift und Zeichen
Entwurf: Ingo Burbach
Die Aufgabe
Gehirngerechte Kommunikation, in Form von Schrift.
Gehirngerecht heißt: Je besser eine Sache dem Gehirn entgegenkommt, desto mehr Menschen verstehen sie. Der Empfänger entscheidet die Form, nicht der Absender.
Ein Prinzip beweist sich am kleinsten Fall. Also wurde es an der kleinstmöglichen Einheit geprüft:
Ein Name. Vier Buchstaben. Ein Punkt.
Die Entscheidungen
1 · Die Schrift ist selbst entworfen.
Grundlage sind Buchstabenformen, die für Menschen mit Lese- und Rechtschreibschwäche zugänglich sind: offene Formen, klar unterscheidbare Zeichen, keine Zierde, die den Blick aufhält.
Warum: Jede Schrift ist eine Zumutung an den, der sie liest. Die kleinste Zumutung gewinnt.
2 · Die Großbuchstaben tragen die Form der kleinen.
Dieselbe Zeichnung, nur größer — um 27 Prozent. Kein zweites Formensystem.
Warum: Die Großbuchstaben behalten ihre Aufgabe. Sie ordnen, sie beginnen, sie betonen. Aber das Alphabet wird nur einmal gelernt.
3 · Der Name wird klein geschrieben.
ingo.
Warum: Ein großes I hat keinen Punkt.
4 · Der i-Punkt trägt ein Zeichen.
Es steht nicht neben dem Namen und nicht darüber. Es ersetzt den kleinsten Bestandteil des Buchstabens: den Punkt, den jeder Schreiblerner zuerst setzt.
Warum: Es steht an der auffälligsten Stelle des Namens und gibt keine Auskunft. Es ist nicht versteckt. Es zeigt sich — und entzieht sich.
Die Wirkung
Maximale Lesbarkeit — und im Kleinsten nicht zu verstehen